Vorsorgevollmacht

Beispiel: Anton ist 60 Jahre alt und lebt allein. Er weiß, dass er nicht jünger wird und er irgendwann nicht mehr selbst für sich sorgen können wird. Er will heute schon vorsorgen, dass einmal sein Bruder Bruno für ihn entscheiden soll, wenn er das selbst nicht mehr kann.

Mit einer Vorsorgevollmacht kann eine Person schon vor dem Verlust der Entscheidungsfähigkeit selbst bestimmen, wer als Bevollmächtigter für sie entscheiden und sie vertreten soll.

Eine Vorsorgevollmacht wird wirksam, wenn der Vorsorgende die erforderliche Entscheidungsfähigkeit verliert. Für den Zeitraum davor kann eine Vollmacht erteilt werden. Mit einer Vorsorgevollmacht entscheidet man selbst, wer sich um seine Angelegenheiten kümmern soll, wenn man dazu selbst nicht mehr in der Lage ist.  Die vorsorgende Person kann sich jede beliebige Person als Bevollmächtigten aussuchen. Es gibt nur zwei Ausnahmen: Wenn man in einem Heim lebt, dürfen Pfleger oder Betreuer von dem Heim nicht bevollmächtigt werden. Außerdem darf der Bevollmächtigte nicht selbst einen Erwachsenenvertreter haben.

Eine Vorsorgevollmacht kommt für jeden in Frage. Gerade auch junge Personen und Unternehmer können mit einer Vorsorgevollmacht vorsorgen!

Für die Errichtung einer Vorsorgevollmacht muss die vorsorgende Person aber noch selbst für sich entscheiden können, also entscheidungsfähig sein. Wenn dies nicht mehr der Fall ist, tritt die gesetzliche Erwachsenenvertretung durch nächste Angehörige ein oder es wird vom Gericht ein gerichtlicher Erwachsenenvertreter bestellt.

Vorsorgevollmachten müssen vor einem Notar, einem Rechtsanwalt oder einem Erwachsenenschutzverein höchstpersönlich schriftlich errichtet und im Österreichischen Zentralen Vertretungsverzeichnis (ÖZVV) registriert werden. Der Vorteil der Registrierung ist, dass die Vorsorgevollmacht im Bedarfsfall immer – und vor allem schnell – gefunden werden kann.

siehe auch


Validation - respektvoller Umgang

Anstatt mit alten, verwirrten Menschen zu schimpfen oder ihnen rational zu erklären, warum sie ihre Handtasche nicht mit aufs WC zu nehmen brauchen, wird bei der Validation anerkannt, dass die Handtasche einen wichtigen Teil der Identität darstellt, der nicht einfach "aufgegeben" werden kann.

Lesen Sie unter http://www.gesund.at/f/validation mehr dazu.

(externer Verweis)

kurz und bündig

Die Anordnung der Einstellung des Pflegeregersses bedeutet, dass offene Kosten der Heimpflege vom Sozialhilfeträger nicht mehr eingefordert werden können.

Konsequenzen:

- Laufende Verfahren sind einzustellen.
- Pfandrechte können gelöscht werden.
- Im Verlassenschaftsverfahren sind Forderungsanmeldungen nicht zu berücksichtigen.

Für nähere Auskünfte fragen sie ihren Notar!