Vertretungsbefugnis nächster Angehöriger

Vertretungsbefugnis nächster Angehöriger

Die gesetzliche Vertretungsbefugnis nächster Angehöriger greift, wenn der Vertretene selbst seine Geschäfte nicht mehr erledigen kann. Sie muss von den nächsten Angehörigen initiiert werden. Kann also die vertretene Person aufgrund eines Unfalls oder einer Krankheit ihre Rechtsgeschäfte des täglichen Lebens nicht mehr besorgen, kann ein nächster Angehöriger die Vertretung der Person übernehmen.

Die Regelung geht von der Idee aus, dass zu den nächsten Angehörigen das größte Vertrauen besteht und diese den Willen des zu vertretenden Angehörigen am Besten kennen.

Die gesetzliche Vertretungsbefugnis umfasst aber nur Alltagsgeschäfte. Die Angehörigen dürfen also alles bezahlen, was der Vertretene im Alltag braucht.

Als nächste Angehörige gelten:

  • Ehegatten, wenn sie im gemeinsamen Haushalt leben,
  • Lebensgefährten, wenn sie mindestens 3 Jahre mit dem Vertretenen im gemeinsamen Haushalt leben,
  • Volljährige Kinder
  • Eltern

Als Angehöriger dürfen Sie den Vertretenen nur vertreten wenn dieser das will.

Validation - respektvoller Umgang

Anstatt mit alten, verwirrten Menschen zu schimpfen oder ihnen rational zu erklären, warum sie ihre Handtasche nicht mit aufs WC zu nehmen brauchen, wird bei der Validation anerkannt, dass die Handtasche einen wichtigen Teil der Identität darstellt, der nicht einfach "aufgegeben" werden kann.

Lesen Sie unter http://www.gesund.at/f/validation mehr dazu.

(externer Verweis)