Die verbindliche Patientenverfügung

Für eine verbindliche Patientenverfügung bestehen strengere formale und inhaltliche Erfordernisse und Voraussetzungen, weil Sie Ärzten keinen Entscheidungsspielraum lassen. Der Arzt muss Sie im schlimmsten Fall sterben lassen und darf Sie nicht behandeln!

Bei der verbindlichen Patientenverfügung muss:

  • die Errichtung schriftlich erfolgen,
  • die abgelehnte Maßnahme ganz konkret beschrieben werden,
  • eine umfassende ärztliche Aufklärung mit medizinischen Informationen über Wesen und Folgen der Patientenverfügung geschehen und dokumentiert werden,
  • der Patient die Folgen der Patientenverfügung zutreffend einschätzen können und
  • die Errichtung vor einem Notar, einem rechtskundigen Mitarbeiter der Patientenvertretung oder vor einem Rechtsanwalt erfolgen.

Die verbindliche Patientenverfügung gilt jeweils für 5 Jahre und muss nach deren Ablauf wieder bestätigt werden, ansonsten bleibt sie beachtlich. Sie kann jederzeit widerrufen oder unter Einhaltung der Formvorschriften nachträglich geändert werden.

Validation - respektvoller Umgang

Anstatt mit alten, verwirrten Menschen zu schimpfen oder ihnen rational zu erklären, warum sie ihre Handtasche nicht mit aufs WC zu nehmen brauchen, wird bei der Validation anerkannt, dass die Handtasche einen wichtigen Teil der Identität darstellt, der nicht einfach "aufgegeben" werden kann.

Lesen Sie unter http://www.gesund.at/f/validation mehr dazu.

(externer Verweis)

kurz und bündig

Die Anordnung der Einstellung des Pflegeregersses bedeutet, dass offene Kosten der Heimpflege vom Sozialhilfeträger nicht mehr eingefordert werden können.

Konsequenzen:

- Laufende Verfahren sind einzustellen.
- Pfandrechte können gelöscht werden.
- Im Verlassenschaftsverfahren sind Forderungsanmeldungen nicht zu berücksichtigen.

Für nähere Auskünfte fragen sie ihren Notar!