Erbantrittserklärung

Die Erben haben eine Erbantrittserklärung abzugeben, aufgrund welcher ihnen die Erbschaft mit Beschluss (Einantwortung) übertragen wird. Hiebei ist auf die Unterschiede zwischen bedingter und unbedingter Erbantrittserklärung und die sich daraus ergebenden Haftungsfolgen für die Erben hinzuweisen.

Bei einer unbedingten Erbserklärung haften alle Erben zur ungeteilten Hand für alle Schulden des Verstorbenen, gleichgültig ob sie derzeit schon bekannt sind oder erst später hervorkommen, zum Beispiel für Bürgschaften, Verbindlichkeiten aus selbständiger oder freiberuflicher Tätigkeit und künftig vorzuschreibende Steuernachzahlungen, persönlich mit ihrem gesamten Vermögen und zwar auch dann, wenn die Höhe der Schulden den Verkehrswert der Nachlassaktiva übersteigt.

Bei einer bedingten Erbserklärung ist das Vermögen zu inventarisieren und zu schätzen. Die Haftung ist dann jedoch grundsätzlich mit dem Wert des übernommenen Vermögens begrenzt. Die einmal abgegebene Erbserklärung ist unwiderruflich.

Die Erben haben den Legataren deren Vermächtnisse auszufolgen.

Besondere Schutzvorschriften gelten, wenn minderjährige oder Personen, denen ein Sachwalter beigegeben ist, erben sollen oder pflichtteilsberechtigt sind.

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Bettina Piber

Dr. Bettina Piber

Notarsubstitutin im Notariat Schöffmann

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