Das Verlassenschaftsverfahren wurde schneller und einfacher

Das Verlassenschaftsverfahren ist von allen gerichtlichen Verfahren jenes, das am allerwenigsten zu Beschwerden Anlass gibt.

Einige der Neuerungen der letzten Novelle zum Außerstreitgesetz

  • Der Notar als Gerichtskommissär kann im gesamten Bundesgebiet Erhebungen und Zustellungen vornehmen, was das Verfahren deutlich beschleunigen kann.
  • Er kann auch Amtsbestätigungen ausstellen, dass jemand Verlassenschaftsgegenstände, etwa ein Auto, verkaufen kann. Auf den Gerichtsbeschluss muss man in Zukunft nicht mehr warten. Das bringt den Erben Zeitersparnisse und ist vor allem dort, wo ein Wertverlust droht, sehr nützlich.
  • Der Notar kann auch Gelder freigeben, die zur Begleichung der Begräbniskosten benötigt werden. Die Erben müssen diese Kosten nicht mehr bevorschussen.
  • Wenn der Nachlass geringfügig ist - für den Gesetzgeber ist das ein Betrag von 4.000 Euro - ist ein vereinfachtes und sparsames Verfahren möglich.
  • Auch dann, wenn sich die Erben nicht einig sind, ändert sich das Verfahren. Musste bisher bei einem anderen Gericht geklagt werden, so entscheidet künftig das Verlassenschaftsgericht darüber, wer erbt und wer leer ausgeht. Auch das verkürzt das Verfahren.


Rechtsauskunft

Bettina Piber

Dr. Bettina Piber

Notarsubstitutin im Notariat Schöffmann

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Bevor Sie ein Testament errichten sollten Sie sich folgende Fragen stellen:

  • Wen möchte ich nach meinem Tod berücksichtigen?
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