Schenkungen

Schenkungen zwischen Angehörigen (zu denen auch die Urgroßenkel, Urenkel, Onkel und Tanten, Neffen und Nichten, Cousins, Cousinen, Schwiegereltern und -kinder sowie Lebensgefährten und gleichgeschlechtlichen Partner gehören) müssen der Finanzbehörde ab einer Wertgrenze von EUR 50.000,- pro Jahr gemeldet werden.

 

 

 

Beispiel

Vater und Mutter schenken der Tochter im Jahr 2011 je EUR 40.000,-. Da die Schenkungen von zwei verschiedenen Personen erfolgen, besteht keine Meldepflicht. Schenkt dagegen der Vater einmal EUR 40.000,- und 6 Monate später nochmals den gleichen Betrag, wird die Wertgrenze überschritten und beide Schenkungen müssen dem Finanzamt gemeldet werden.

 


Schenkungen zwischen Nicht-Angehörigen sind meldepflichtig, wenn sie innerhalb von 5 Jahren den Betrag von EUR 15.000,- überschreiten. Übliche Gelegenheitsgeschenke (bis EUR 1.000,-) sind nicht meldepflichtig.

Zu melden ist die Schenkung von Bargeld, Kapitalforderungen, Anteilen an Kapitalgesellschaften und Personenvereinigungen, (Teil)Betriebe, beweglichem körperlichem Vermögen und immateriellen Vermögensgegenständen (z.B. Patente). Nicht meldepflichtig sind unentgeltliche Grundstücksübertragungen, da Grunderwerbsteuer anfällt und das Finanzamt durch die Zahlung der Grunderwerbsteuer ohnehin Kenntnis von der Transaktion erhält.

Die Meldung ist innerhalb von 3 Monaten ab dem Erwerb vorzunehmen. Wer die Meldung vorsätzlich unterlässt, dem droht eine Strafsteuer von bis zu 10% des Verkehrswertes des geschenkten Vermögens.


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  • Wen möchte ich nach meinem Tod berücksichtigen?
  • Möchte ich schon vorab Dinge weitergeben? Beispielsweise ein Haus, eine Wohnung?
  • Wie sind meine Familienverhältnisse?
  • Möchte ich einzelne Gegenstände an jemand Bestimmten weiter geben?

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Bettina Piber

Dr. Bettina Piber

Notarsubstitutin im Notariat Schöffmann

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