Goldene Regeln für Testamente

  • Letztwillige Verfügungen werden niemals zu früh verfasst. Gerade auch junge Paare mit minderjährigen Kindern sollten vorsorglich eine letztwillige Verfügung errichten.
  • Verfügt werden sollte über alle wesentlichen Vermögenswerte, insbesondere über Unternhehmen, Grundstücke, Eigentumswohnungen, Wohnungseinrichtung, Schmuck, Wertgegenstände, Kraftfahrzeuge, Sparbücher und Wertpapiere.
  • Wichtiges Anliegen ist in der Regel die Vermögenserhaltung. Die letztwillige Anordnung sollte jedenfalls eine konkrete Vermögensaufteilung unter den Erben beinhalten und einen klaren vollziehbaren Willen zum Ausdruck bringen.
  • Komplizierte Verfügungen, die Unternehmensnachfolgen, grundbücherliche Sicherstellungen (z.B. Belastungs- und Veräußerungsverbote, Wohn- oder Fruchtgenussrechte), oder Zuwendungen an mehrere Generationen (z.B. Überlassungsverpflichtungen oder Nacherbschaft) zum Inhalt haben, sollen unbedingt vom Fachmann erstellt werden. Der Notar ist - durch seine Tätigkeit als Gerichtskommissär in Verlassenschaftsverfahren - erfahrener Experte auch was die Umsetzbarkeit letztwilliger Verfügungen betrifft.
  • Die steuerlichen Auswirkungen von Testamenten sind zu beachten. Vergleiche die steuerlichen Auswirkungen im Kapitel "Steuern und Gebühren".
  • Bei der Aufteilung des Nachlasses sind insbesondere Ansprüche Minderjähriger, Pflegebefohlener und Pflichtberechtigter zu berücksichtigen.
  • Die Formgültigkeit der Verfügung ist durch Errichtung beim Notar oder Überprüfung durch diesen sicherzustellen. (Was nützt ein formungültiges Testament, das im Verlassenschaftsverfahren nicht berücksichtigt wird?)
  • Die Auffindbarkeit ist - durch Hinterlegung beim Notar oder Bezirksgericht - sicherzustellen.
  • Die letztwillige Anordnung sollte regelmäßig (ungefähr alle 5 Jahre) auf ihre Gültigkeit überprüft und aktualisiert werden.


Notariat im öffentlichen Raum

Hunderte Personen nahmen das Angebot einer kostenlosen Rechtsinformation sowie eines Grundbuchauszugs bereits in Anspruch. Die Kärntner Notare sind als Experten für die zahlreichen rechtlichen Fragen zu Themen wie Immobilien, Steuern und persönliche Vorsorge gerüstet.

Mag Klaus Schöffmann berät im Rahmen dieser Initiative am 23.9.2017 von 9-11 Uhr in Klagenfurt am Alten Platz gemeinsam mit Klagenfurter Notaren.

Da die rechtlichen Aspekte immer komplexer werden, komme einer umfangreichen Beratung große Bedeutung zu.

Den Kärntner Notaren ist es ein wichtiges Anliegen, auch außerhalb der Notariate, unbürokratisch und persönlich zu informieren. Bereits in den Vorjahren war dieser Beratungsschwerpunkt außerhalb der Notariate ein großer Erfolg.

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Checklist Testament

Bevor Sie ein Testament errichten sollten Sie sich folgende Fragen stellen:

  • Wen möchte ich nach meinem Tod berücksichtigen?
  • Möchte ich schon vorab Dinge weitergeben? Beispielsweise ein Haus, eine Wohnung?
  • Wie sind meine Familienverhältnisse?
  • Möchte ich einzelne Gegenstände an jemand Bestimmten weiter geben?

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Bettina Piber

Dr. Bettina Piber

Notarsubstitutin im Notariat Schöffmann

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