Erbrecht von Lebensgefährten

Unter Lebensgemeinschaft wird eine eheähnliche Geschlechts-, Wohn- und Wirtschaftsgemeinschaft verstanden. Sie ist jedoch - im Gegensatz zur Ehe - jederzeit einseitig lösbar.

Lebensgefährten haben kein gesetzliches Erbrecht. Sollen sie bedacht werden, muss eine letztwillige Verfügung errichtet werden.

Achtung! Lebensgefährten haben kein gesetzliches Erbrecht!

Sollen Lebensgefährten erben, muss zu deren Gunsten ein Testament errichtet werden!


Die dem Ehegatten zukommenden Mindestrechte schützen Lebensgefährten nicht. Im schlimmsten Fall kann das zum Verlust der Wohnversorgung führen. Gerade unter Lebensgefährten ist daher die letztwillige Absicherung des Partners bedeutsam.

Sonderfälle Mietrecht und Wohnungseigentum

Sonderregelungen bestehen im Mietrecht, dort haben Lebensgefährten unter bestimmten Umständen ein Eintrittsrecht in den Mietvertrag.

Auch durch die Möglichkeit, gemeinsames Wohnungseigentum zu begründen, kann eine Absicherung des Lebensgefährten erreicht werden. Hier sind Vereinbarungen unter den Lebensgefährten sinnvoll. Dafür ist jedenfalls die notarielle Beratung anzuraten.

Kinder aus einer Lebensgemeinschaft

Kinder aus einer Lebensgemeinschaft haben ein Erbrecht nach beiden Eltern, sofern die Vaterschaft durch Anerkenntnis oder Urteil festgestellt wurde. Außereheliche Kinder sind nach beiden Eltern ehelichen Kindern erbrechtlich vollkommen gleichgestellt.


Notariat im öffentlichen Raum

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Checklist Testament

Bevor Sie ein Testament errichten sollten Sie sich folgende Fragen stellen:

  • Wen möchte ich nach meinem Tod berücksichtigen?
  • Möchte ich schon vorab Dinge weitergeben? Beispielsweise ein Haus, eine Wohnung?
  • Wie sind meine Familienverhältnisse?
  • Möchte ich einzelne Gegenstände an jemand Bestimmten weiter geben?

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Bettina Piber

Dr. Bettina Piber

Notarsubstitutin im Notariat Schöffmann

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